Geschichte

Die Geschichte des Skiliftes Sterneberg beginnt an einem Sommerabend im Jahre 1970 am Stammtisch im Restaurant Sternen.
Martin Hauri, damals Reallehrer im Sternenberg, konnte Karl Künzi, Heinz Wagner, Hans Wagner und Peter Kaul für seine Idee, im Sternenberg einen Skilift zu betreiben, begeistern.

Innert weniger Wochen war das nötige Geld zusammen, und Heinz Wagner konnte die erste Anlage in Österreich bestellen.
Die fünf Urväter des Liftes waren sodann auch der erste Vorstand der Einfachen Gesellschaft Skilift Sternenberg.

Die erste Saison wurde schnell in Angriff genommen, und im Januar 1971 konnte man die Anlage einweihen.
Im ersten Jahr stand der Lift bei der Gemeidesiedlung Steinshof und führte steil den Berg hinauf auf den Schatzböl. Damals hatte man nur einen Tal- und einen Bergmast, das Seil hing frei über den ganzen Hang.
Die Lage war schneesicher, nur der Grat, an dem der Lift stand, war so windig, dass die Spur meistens zu wenig Schnee hatte.

Die Liftanlage wurde im Frühjahr wieder abgebaut, um dann im Herbst in der Rossweid, wo auch der heutige Lift steht, neu mit einem Mittelmast, wieder aufgebaut. Mitte der Achtzigerjahre baute man an der Talstation das „Schwedenhäuschen“, damit der Motor etwas besser vor Wind und Wetter geschützt blieb. Heute dient dieses Häuschen als Materiallager.

1987 wurde die einfache Gesellschaft in die heutige Form der Genossenschaft Skilift Sternenberg umgewandelt.

Das erste Pistenfahrzeug war eine 2 Meter breite Aluminiumwalze mit je 2 Griffstangen vorn und hinten. Sie wurde jeweils an den Skiliftbügel gehängt und von Hand das Tal hinuntergerollt. So präparierten die Oberstufenschüler in etwa einem halben Tag die Piste im eigenen Interesse.
In den Neunzigerjahren wurde ein Pistenfahrzeug als Occasion angeschafft.

Viele Generationen lernten am Sternenberger Lift das Skifahren. Die Ski-Jugend von Sternenberg war so gut und geübt, dass an dem damals noch regelmässig ausgetragenen Skirennen von Bauma, die oberen Podestplätze meistens von Sternenbergern besetzt waren. Sehr zum Leidwesen der Baumer Jugend.

Technische Probleme gab es nebst Unterhaltarbeiten meistens nur mit dem Mittelmast. Weil man nicht immer schön in der Spur fuhr, sprang oft das Seil aus den Rollen. Diese Reparaturen und Unterhaltsarbeiten wurden alle in Fronarbeit erledigt. Ohne diese unzähligen Helferstunden gäbe es unseren Skilift vermutlich schon lange nicht mehr.

Weil Ersatzteile nicht mehr erhältlich waren und die Bewilligung vom Amt für Seilbahnen in Frage stand, wurde der alte Skilift, der nun schon 36 Jahre auf dem Buckel hatte, abgerissen und durch die neue Liftanlage ersetzt.

Ohne die grosszügige und unkomplizierte Hilfe der Gemeinde Sternenberg und dem Hanna Bickel Fonds wäre das nicht möglich gewesen.